Die erste Ocean Race Atlantic führte sechs IMOCA-Crews von New York nach Lorient. United by the Ocean gewann, und die ersten vier Boote lagen im Ziel weniger als eine halbe Stunde auseinander. Der Rückblick des Veranstalters vom 16. September schildert eine anspruchsvolle Atlantiküberquerung und richtet den Blick auf das Weltrennen, das am 17. Januar 2027 in Alicante startet.
Es war die erste Transatlantikregatta von Punkt zu Punkt in der 53-jährigen Geschichte von The Ocean Race und nach Angaben des Veranstalters die erste IMOCA-Regatta mit ausschließlich gemischten Crews. Tägliche OnBoard-Live-Verbindungen, rund um die Uhr übertragende Deckkameras und der neue Super Sprint erweiterten die Möglichkeiten, das Rennen zu verfolgen.
Video: Wie The Ocean Race Atlantic entschieden wurde
Der offizielle Rückblick von The Ocean Race zeigt den Wettkampf über den Atlantik. Das Video auf YouTube ansehen.
Von New York in einen harten Atlantik
Die Flotte verließ die Brooklyn Bridge Marina am 2. September, passierte die Freiheitsstatue und fuhr unter der Verrazzano-Brücke hindurch. Gestartet wurde an einer virtuellen Linie rund 150 Seemeilen vor der Küste. Der Standort sollte bekannte Lebensräume von Meeressäugern und anderen großen Meerestieren umgehen.
Ein kräftiges Wettersystem trieb die Boote anschließend bei schwerem Seegang nach Osten. DMG MORI Global One erlitt einen Elektronikausfall, MSIG Europe meldete ein Problem mit der Rollanlage, und Team Malizia musste zunächst ein Ballastleck und dann einen Schlag gegen das Backbordfoil bewältigen. Bei Embrace the Challenge riss ein Teil des Großsegels.
Die Crews berichteten von mehr als 48 Stunden erschöpfenden Segelns, wenig Schlaf und bewusst begrenztem Tempo, um harte Schläge in den Wellen zu reduzieren. Mit der Wetterbesserung änderte sich die Aufgabe: Schwacher Wind bremste die Führenden und schob das Feld wieder zusammen.
Vier Siegkandidaten bis zu den letzten Meilen
United by the Ocean, Team Francesca Clapcich powered by 11th Hour Racing, DMG MORI Global One und Team Malizia kämpften bis spät im Rennen um den Sieg. Paul Meilhats Crew setzte sich vor Clapcich durch, gefolgt von DMG MORI auf Platz drei und Malizia auf Platz vier.
Zwischen den ersten vier lagen im Ziel 27 Minuten und 29 Sekunden. Unser Bericht über den Sieg von United by the Ocean enthält die Abstände. Der Abschlussbericht mit dem Ergebnis von MSIG Europe erläutert, wie das letzte Boot auf verkürzter Strecke an seiner Position gewertet wurde. Der Bericht über die letzten 500 Seemeilen beschreibt die Annäherung an Lorient.
Neue Auszeichnungen und Erfahrungen für 2027
Team Francesca Clapcich gewann die Racing for the Ocean Teams Challenge. Team Malizia holte den Gesamtsieg im Super Sprint und entschied den täglichen Geschwindigkeitsvergleich über einen Zeitraum von 20 Minuten viermal für sich. Die beiden neuen IMOCAs, Malizia und DMG MORI, belegten bei ihrem Regattadebüt die Plätze vier beziehungsweise drei.
Ocean Live Park in Lorient
Vom 9. bis 13. September empfing Ocean Live Park Besucher in La Base. Gemeinsam mit Impact Partner 11th Hour Racing standen Meeresgesundheit und Bildung im Mittelpunkt, ergänzt durch Filmvorführungen, Bootsbesichtigungen und Konzerte. Mehr als 2.000 Kinder nahmen an Bildungsaktivitäten und MINT-Programmen teil, darunter Segelangebote und mit Surfrider organisierte Strandsäuberungen.
Fast 60 örtliche Unternehmen sowie mehr als 20 Verbände und NGOs beteiligten sich. Auch Delegationen künftiger Etappenstädte kamen nach Lorient, darunter Alicantes stellvertretender Bürgermeister Antonio Péral. Der Blick richtet sich nun auf den Start im Januar 2027 in Spanien.
Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Website von The Ocean Race.