Oyster Yachts hat am 29. Oktober 2026 auf der Fort Lauderdale International Boat Show die Oyster P60, den ersten Blauwasser-Motorkatamaran der Werft, vorgestellt. Das gemeinsam mit Berret Racoupeau Yacht Design entwickelte Modell verbindet eine angestrebte Reichweite von bis zu 3.500 Seemeilen mit großzügigen Wohnbereichen und dem Zugang zur Oyster World Rally.

Titelbild: Oyster P60 auf Küstenfahrt. Entwurfsvisualisierung © Oyster Yachts.

Die P60 ist für ein Eignerpaar ausgelegt, das die Yacht mit oder ohne Crew führen möchte. Sie überträgt Oysters Fahrtenkonzept auf erfahrene Motoryachteigner, auf Einsteiger mit Unterstützung durch die Schulungen der Werft und auf Segler, die weiterhin lange Passagen unternehmen möchten, ohne Segel bedienen zu müssen.

Vorstellung der Oyster P60 auf der Fort Lauderdale International Boat Show. Nick Adams Photography / Oyster Yachts.
Vorstellung der Oyster P60 auf der Fort Lauderdale International Boat Show. Nick Adams Photography / Oyster Yachts.

Angestrebte Reichweite von 3.500 Seemeilen

Oyster nennt als Entwicklungsziele 3.500 Seemeilen bei 8 Knoten und 1.000 Seemeilen bei 12 Knoten. Das Ziel bei niedrigerer Geschwindigkeit übersteigt die rund 3.000 Seemeilen zwischen den Galápagosinseln und den Marquesas, der längsten Etappe der Oyster World Rally. Dabei handelt es sich um Entwurfsziele und nicht um Ergebnisse von Probefahrten.

Schlanke Rümpfe, 6.000 Liter Kraftstoff und 1.000 Liter Frischwasser bilden die Grundlage für ein vorgesehenes Fahrtprofil von 8–12 Knoten. Pantry, Kühl- und Gefrierkapazität sind für längere Aufenthalte an Bord ausgelegt. Im Mittelpunkt stehen lange Passagen und größere Freiheit zwischen Tankstopps – in Florida, auf den Bahamas und in der Karibik ebenso wie während eines Sommers im Mittelmeer.

Oyster P60 vor Anker in einer geschützten Bucht. Entwurfsvisualisierung © Oyster Yachts.
Oyster P60 vor Anker in einer geschützten Bucht. Entwurfsvisualisierung © Oyster Yachts.

121 m² gemeinsam nutzbare Aufenthaltsfläche

Flybridge, Achtercockpit, Salon und Vorschiffscockpit bieten zusammen 121 m² Gemeinschaftsfläche. Die vorläufigen Abmessungen betragen 19,42 m Länge über alles, 9,35 m Breite und 1,70 m Tiefgang. Eine Brückendeckfreiheit von 1,00 m bei halber Beladung soll das Anschlagen von Wellen unter dem Brückendeck verringern.

Ein heller zentraler Salon verbindet die Außenbereiche. Vorgesehen sind eine mittig angeordnete, 18 m² große Eignersuite mit privatem Zugang zum Achterdeck, zwei oder drei Gästekabinen und optionale Crewquartiere. Grundrisse mit Pantry auf dem Hauptdeck oder im Rumpf erlauben unterschiedliche Aufteilungen von Koch-, Aufenthalts- und Rückzugsbereichen.

Der Panoramasalon mit Pantry, Essbereich und Lounge. Entwurfsvisualisierung © Oyster Yachts.
Der Panoramasalon mit Pantry, Essbereich und Lounge. Entwurfsvisualisierung © Oyster Yachts.

Eine Flybridge für das Leben an Bord

Die 33 m² große Flybridge vereint einen zentralen Steuerstand mit Hardtop, Bar, Lounge und einer erhöhten Liegefläche im vorderen Bereich. Wer die Yacht steuert, bleibt dadurch nahe bei Familie und Gästen – unterwegs ebenso wie vor Anker.

Die Flybridge verbindet den zentralen Steuerstand mit Aufenthaltsbereichen im Freien. Entwurfsvisualisierung © Oyster Yachts.
Die Flybridge verbindet den zentralen Steuerstand mit Aufenthaltsbereichen im Freien. Entwurfsvisualisierung © Oyster Yachts.

Auf dem darunterliegenden Deck lässt sich das 40 m² große Achtercockpit vom schattigen Essbereich zur seewärts ausgerichteten Sonnenliege oder zum Angel- und Wassersportbereich umgestalten. Die hydraulische Tenderplattform dient zugleich als Badeplattform und ermöglicht direkten Zugang zum Wasser.

Das Achtercockpit in der Angelkonfiguration mit direktem Zugang zum Wasser. Entwurfsvisualisierung © Oyster Yachts.
Das Achtercockpit in der Angelkonfiguration mit direktem Zugang zum Wasser. Entwurfsvisualisierung © Oyster Yachts.

Zwei Wellenantriebe und gut zugängliche Technik

Das technische Konzept umfasst hohes Freibord, zwei Motoren mit Wellenantrieben und zwei unabhängige Kraftstofftanks mit Umpumpmöglichkeit. Zwei getrennte, vom Deck aus zugängliche Maschinenräume bieten achtern insgesamt 15 m² Technikfläche. Ihre Trennung von den Wohnbereichen soll die Geräuschbelastung begrenzen.

Der große Abstand zwischen den Motoren und ein Bugstrahlruder unterstützen das Manövrieren auf engem Raum. Optionale Solarmodule auf dem Hardtop und eine große Lithium-Batteriebank sollen die Generatorlaufzeit vor Anker reduzieren. Sämtliche technischen Daten sind vorläufig und können sich ändern; Reichweite und Fahrleistungen sind Entwicklungsziele.

Blauwassertörns mit Unterstützung von Oyster

P60-Eigner erhalten Zugang zur Inbetriebnahme, zu Schulungen der Bluewater Academy, zum After Sales Team, zum Global Service Network und zum Oyster Explorers Club. Hinzu kommen Eignerveranstaltungen und die von Oyster betreute Oyster World Rally.

Oyster-CEO Stefan Zimmermann Zschocke beschreibt die P60 als Erweiterung des Blauwasserkonzepts auf eigens als Motoryachten entwickelte Katamarane. Zugleich betont er, dass Segelyachten für die Zukunft der Werft zentral bleiben. Designer Olivier Racoupeau hebt die Verbindung von Hochseereichweite, dem Raumangebot eines Mehrrumpfboots und der Bedienbarkeit durch ein Eignerpaar hervor.

Die P60 ist Oysters dritte große Neuankündigung in diesem Herbst, nach dem Segelkatamaran Oyster C60 in Cannes und dem Segelflaggschiff Oyster 36M in Monaco. Die drei Projekte erweitern das Angebot um unterschiedliche Konzepte für Einrumpf-Segelyachten, Segelkatamarane und Motorkatamarane.

Technische Daten, Grundrisse und vollständige Galerien finden Sie auf unserer Modellseite zur Oyster P60.

Weitere Informationen bietet die offizielle Seite zur Oyster P60.